Roggenbrot

Brot. So richtiges, echtes! Aus Roggenmehl, mit Hefe UND Kruste. Hach. Was haben wir das hier vermisst. Wer in Deutschland wohnt und längere Zeit im Urlaub ist oder auf Reisen geht, dem geht nach 2 bis 3 Wochen wohl so: Ach nö, nicht schon wieder. Schon wieder hungrig. Orr ich kann es nicht mehr sehen. Gemeint ist das Fehlen von richtigem Brot. Mit Kruste. Kein weiches Toastbrot aus Weizenmehl. Das ist nämlich auch in Kanada die Definition von Brot. Mal davon abgesehen, dass es ungesund ist und nicht lange satt macht, hing es mir bereits nach 2 Wochen komplett zum Hals raus. Also selber backen. Wieder stellt sich hier die Frage – Wie, ohne Ofen?

An dieser Stelle möchte ich Christopher mal für den Kauf unseres Woks danken. Aus tiefster Seele verneige ich mich vor dir, dass du im richtigen Moment im Second Hand Laden zugegriffen hast und für 4,99$ mein Glück an zwei Hänkeln erworben hast. Dieser Wok kann nämlich nicht nur Pizza. Nein, er kann auch Brot. Ha, scheiß auf Termomix sage ich da!

Und tatsächlich kann man nicht nur flache Brotfladen wie Naan in der Pfanne aka Wok zubereiten, sondern auch ein richtiges Brot. Und das geht so:

Ihr braucht:

  • 2 Tassen Roggenmehl
  • 1 Tasse Weizenmehl (es geht aber jedes Mehl)
  • 2 Teelöffel Trockenhefe
  • 1 gestrichener Esslöffel Salz
  • 1-1 1/4 Tassen Wasser

Die Zutaten miteinander verkneten. Da ich „turbo yeast“ gekauft habe, musste die Hefe nicht erst „aktiviert werden“ – das heißt, ihr könnt die Zutaten einfach zusammenhauen. Danach ordentlich kneten, bis ein Teigklumpen entstanden ist. Dieser muss dann an einem warmen Ort – ich stelle die Schüssel immer direkt vor unseren kleinen Furnace – ruhen, ungefähr eine Stunde. Danach sollte er merklich aufgegangen sein. Nun knetet ihr nochmals etwas Mehl dazu – ich hab mal Weizen- und mal Roggenmehl verwendet, daher auch keine Gewähr für die Mengenangaben oben. Probierts einfach aus: Der Teig sollte am Ende nicht davonlaufen und eine laibähnliche Formen annehmen können.

Danach startet ihr den Ofen. Auch hier gilt: Ich habe das auf unserem kleinen Gasherd ausprobiert, wie das mit den Kochfeldern bei einem E-Herd funktioniert, kann ich leider nicht sagen. Nehmt den Wok oder die Pfanne eures Vertrauens und schüttet ein wenig Mehl rein. Danach kommt der Brotlaib oben drauf. Dieser sollte nun bei mittlerer Hitze 20 min ohne Deckel im Wok vor sich hinbacken – passt auf, dass er zwischenzeitlich nicht anbrennt und schüttet sonst noch etwas Mehl hinzu. Der Laib sollte im Wok immer beweglich bleiben. Nach 20 min dreht ihr das Brot um – klopft mit einem Holzlöffel auf die bereits gebackene Seite. Klingt hohl? Sehr gut! Die Seiten berühren ja nicht den heißen Boden des Woks, daher werden die auch nicht so 100%ig durch wie Ober- und Unterseite. Wir haben bei einem anderen Versuch aber das Brot viermal gewendet, sodass es eine Kastenform am Ende hatte – dann werden auch die Seiten richtig durchgebacken.

Ist auch die andere Seite nach der Backzeit ohne Deckel durch und klingt hohl, ist das Brot fertig. Kurz auskühlen lassen und dann am besten noch warm mit Butter/Margarine & Salz probieren.

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