Vom Sunshine Village zum Mount Shark

Nach der entbehrenden Zeit in Sundre war es für mich höchste Zeit mal wieder etwas Schönes zu machen und so hatte ich eine 5-tägige Wanderung durch die kanadischen Rocky Mountains im Nationalpark Banff geplant. Normalerweise muss man einen solchen Trip Monate im Voraus planen, da die Zeltplätze im Hinterland der Nationalparks sehr limitiert sind und die meisten schnell ausgebucht sind. Doch 2020 ist alles anders – die bestehenden Reservierungen wurden während des Lockdowns gecancelt und das Buchungssystem Angang Juni neu gestartet. Ich nutzte die Chance und suchte mir eine im Netz als einzigartig angepriesene Route aus. Lediglich zwei Tage nach dem Start des Reservierungssystems wollte ich mir dann die Campingplätze dann so buchen, dass ich nicht mehr als 15 km am Tag wandern müsste. Es sollte ja entspannt werden. Doch war ich wohl leider zwei Tage zu spät dran und so musste ich nehmen was übrig geblieben war. Dennoch freute ich mich, da ich für alle vier Nächte einen halbwegs passenden Campingplatz gefunden hatte und wohl auch nicht mehr als 20 km und ca. 1000 Höhenmeter an einem Tag wandern müsste. Daher war ich auch nicht allzu sehr gestresst, als wir am Morgen des ersten Tages noch mit Elliott im Schlammloch steckengeblieben sind und uns erstmal freischaufeln mussten. Die ganze Aktion hatte eine Weile gedauert, deshalb kamen wir später an als gedacht. Vom Startpunkt aus konnte man aber eine Gondel nehmen, die einem den Großteil des Anstieges abnahm. Am Parkplatz angekommen musste ich dann aber leider feststellen, dass die Gondel wegen eines gottverdammten Virus‘ geschlossen war und ich den Anstieg doch mit reiner Muskelkraft bewältigen musste. Ich verabschiedete mich von Sophie und lief los.

Unterwegs kam mir dann eine Gruppe von Wanderern entgegen, die sich köstlich darüber amüsierten, dass ich auf dem Weg zum Howard Douglas Lake Campground war, denn dies sei der wohl größte Umweg, den man machen könnte. Wir lachten alle herzlich darüber und als ich mich wieder auf die Socken machen wollte, bekam ich von einem älteren Mann der Gruppe noch den Hinweis, dass ich mein Bärenspray doch lieber an der Hüfte statt am Rucksack tragen sollte, denn der Bär würde im Falle des Falles wohl nicht darauf warten, bis ich den Rucksack abgesetzt hätte. Da ich ungern Bärenfutter werden wollte, nahm ich seinen Rat an, bevor ich schließlich weiter zog. Nur wenige Minuten nach dieser Begegnung fand ich ein paar übel riechende Haufen Bärenkot auf dem Wanderweg – aber vom Übeltäter war weit und breit nichts zu sehen. Als ich dann jedoch noch ein paar Minuten später meine Mittagspause machte, war mir schon etwas mulmig – ich hätte ungern all mein Essen schon am ersten Tage an einen Bären abtreten wollen.

Da ich schon viel zu spät gestartet war und die Gondel nicht fuhr, kam ich natürlich auch erst sehr spät abends und total erschöpft am Campground an. Zum Glück empfingen mich drei gut gelaunte Ladies, mit denen ich noch bis zum Sonnenuntergang am Ufer des Sees saß. Wir ließen uns von der Sonne, die sich herrlich im Wasser des Sees spiegelte, wärmen und quatschen über Gott und die Welt. Das Schöne an solchen Wanderungen sind eben nicht nur die Natur und die tollen Ausblicke, es sind oft auch die Begegnungen mit anderen Wanderern, die immer sehr ausgeglichen und zufrieden wirken. Der Alltagsstress kann einem hier oben eben sehr leicht abfallen. Kurz nachdem die Sonne dann hinterm Berg verschwunden war, kroch ich schließlich als erster völlig entkräftet in mein Zelt und muss innerhalb von Sekunden eingeschlafen sein. Am nächsten Morgen war ich dann auch der letzte, der den Campground wieder verließ – dafür jedoch frisch gebadet im eiskalten Gebirgsbach.

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich solche Abenteuer immer nur sehr gut vorbereitet starte und so kam es, dass ich am zweiten Tag nicht genau wusste, wo eigentlich mein Campground angedacht war. Daher unterhielt ich mich mit anderen Wanderern darüber, welche Möglichkeiten ich hatte und war nicht besonders begeistert, als sich herausstellte, dass es nur zwei Möglichkeiten gab: Der erste Campground wäre schon nach ca. 10 km erreicht und ich hätte meinen Tag sehr früh beenden müssen – der zweite war jedoch knapp 30 km entfernt, was mir wiederum angesichts der vielen Höhenmeter sehr viel vor kam. Ich wollte die Wanderung ja schließlich auch genießen. Letztendlich entschied ich mich für den weiter entfernteren Campground, wobei mir klar war, dass ich erst wieder sehr spät ankommen würde. Der Weg führte mich über eine wunderschöne von schneebedeckten Bergen umrahmte Hochebene mit tausenden blühenden Wildblumen, unterwegs sah ich allerlei kleine Nagetiere wie Bergmäuse, Streifenhörnchen, Murmeltiere und Eichhörnchen. Andere Wanderer begegneten mir dagegen nur sehr selten.

Ich lief am ersten Campground vorbei, als es ca. 1 Uhr gewesen sein muss. Ich erinnere mich, dass ich noch recht fit war und es mir leicht erschien, noch weitere 20 km zu laufen. Ich wusste jedoch nicht, dass es der heißeste Tag werden sollte und mir noch viele Höhenmeter bevorstanden. Nach der Hochebene gab es nämlich einen ziemlichen Anstieg zu überwinden. Hinter dem Hochpunkt änderte sich die Landschaft völlig von sanften blumenbedeckten Wiesen zu einer rauen Karstlandschaft mit den merkwürdigsten Felsformationen auf denen vereinzelte Fichten wuchsen. Da es an dem Tag so heiß war, ging mir auf halber Strecke zum nächsten See das Wasser aus. Ich war wieder total erschöpft und musste wegen der Hitze gefühlt alle zehn Minuten eine Pause machen. Als ich kurz vor dem See noch ein letztes Mal hielt, passierte mich ein Pärchen, mit denen ich im Laufe des Tages schon mal gequatscht hatte. Ich hoffte, sie könnten mir etwas Wasser geben, doch leider hatten auch die beiden keins mehr. Bis zum See waren es aber auch nur noch 20 Minuten. Dort angekommen füllte ich als erstes mein Wasser auf und unterhielt mich dann mit den dortigen Campern. Ich war so fertig, dass ich am liebsten auch dort mein Zelt aufgeschlagen hätte, aber leider brauchte man für diesen Campground eine Reservierung und in der rauen Karstlandschaft hätte ich keinen gescheiten Platz neben den extra dafür angelegten Plätzen gefunden. Einer der Camper meinte, ich solle einfach mein Zelt auf einem der Plätze aufschlagen. Da es schon so spät war und noch so viele Plätze frei waren, ging er davon aus, dass ohnehin nicht alle Plätze gefüllt werden. Aber was, wenn kurz nach Einbruch der Dunkelheit eine Gruppe von Wanderern mit Reservierung ankommt und ich für sie Platz machen müsste? Dann müsste ich den Weg bis zum nächsten Campground in der Dunkelheit laufen. Das war mir zu heiß und ich lief schließlich weiter zum nächsten Reiter-Gruppen-Campground, der vermutlich offiziell wegen Corona geschlossen war, denn außer mir war dort niemand anzutreffen. Gut für mich, so musste ich für die Nacht wenigstens nichts bezahlen.

Am nächsten Tag wurde ich vom Geräusch der auf mein Zelt einprasselnden Hagelkörner geweckt. Der Hagel schien sich mit Regen abzuwechseln. Da ich aber von der Nacht noch durchgefroren war und meine nächste Etappe nicht sonderlich lang war, hielt sich meine Motivation aufzustehen in Grenzen. In der vergeblichen Hoffnung, es würde bald aufhören, blieb ich bis weit nach 12 Uhr im Zelt liegen, doch es half nichts. Erst als ich mich aufgerafft hatte und alles eingepackt war, wurde es schließlich besser. Ich lief los und nach nur zwei oder drei Kilometern kam ich an dem Aussichtspunkt der Kanadischen Rocky Mountains an. Der schneebedeckte Mount Assiniboine mit seinem am Fuße liegenden Lake Magog. Leute lassen sich für viel Geld mit Helikoptern dort rauf fliegen, um dieses Panorama zu genießen. Man kann sogar Lodges buchen, deren gesamte Verpflegung ebenfalls per Helikopter angeflogen wird. Von der Bank am Aussichtspunkt genoss ich das Panorama bis das Wetter wieder wechselte. Unten am Ufer waren Wanderer zu sehen. Ich konnte von weiter Ferne beobachten, wie sich die Regenwolken langsam über den Gipfel des Berges schoben und erst über dem See und dann auch über Wanderern abregneten. Erst als sie bei mir angekommen waren, zog ich schließlich weiter.

Mein nächster Campground war am Marvel Lake, in dessen näherer Umgebung dutzende anderer kleinerer Seen und Wasserfälle sind. Von dort aus kann man sehr gut kleinere Tageswanderungen unternehmen. Für mich ging es aber am nächsten Tag weiter zum Campground an den Big Springs – einem Gebirgsbach, der direkt aus dem Fels eines großen Berges entspringt. Das Wasser kommt wortwörtlich einfach aus dem Berg geflossen. Dort traf ich noch einen anderen etwas älteren Wanderer, der mir erzählte, dass er normalerweise nicht an solchen überfüllten Orten wandern geht. Da muss man sich als Mitteleuropäer schon wundern. In den 4 Tagen in denen ich unterwegs war, hatte ich vielleicht mit insgesamt zehn anderen Wanderern gesprochen und war die meiste Zeit allein. Doch in Kanada gibt es eben so viel Platz und so viele Naturparks, dass man locker zwei Wochen wandern gehen kann, ohne auch nur einen einzigen Menschen zu treffen. Normalerweise würde er nur Bären begegnen, meinte er noch, als wir uns verabschiedeten.

Am letzten Tag war das Wetter wieder prächtig und ich hatte nur um die 12 Kilometer zu gehen, weshalb ich an jeder schönen Stelle anhielt und eine ausgiebige Pause machte. Ich ging ein letztes Mal im Gebirgssee baden, um mich für Sophie, die mich abholen sollte, frisch zu machen. Nach fünf Tagen war ich auch sehr froh, als ich Elliott schon aus der Ferne sah und Sophie darin auf mich wartete. Wir blieben noch lange am Parkplatz und tauschten uns darüber aus, was wir die letzten Tage erlebt hatten.

Worst workaway ever

Gott sei Dank ist das, was jetzt kommt, schon ein paar Wochen her und wir haben mittlerweile nicht nur die Provinz gewechselt, sondern sind seit ein paar Tagen auch bei einer neuen Farm untergekommen. Trotzdem wollte ich euch folgende Geschichte nicht vorenthalten – denn sie zeigt, dass man manchmal auf Reisen (wie im Leben allgemein) mächtig ins Klo greift.


Ich biege zu schnell in die Schotterstraße ab. Elliott surft ein wenig, zu viel Kies liegt auf der Straße. Wir halten, ich mache den verabredeten Anruf bei Brigitte. Auf ihrer Farm plane ich für die nächsten drei Wochen zu bleiben. Das zweite workaway, aber dieses Mal nur ich, ein bisschen Pause für unsere in letzter Zeit etwas strapazierte Beziehung. Und vor allem: Endlich, endlich reiten und mit Pferden arbeiten. Von denen sollen sich auf der Farm, die ein Sanctuary für alle möglichen geretteten Tiere ist, wohl so einige tummeln. Ich freue mich. Keine Lust mehr nach 2 Monaten auf Bäume ausgraben. Daher hab ich beschlossen, eine Woche vor Saisonende zu kündigen und den Süden Albertas zu erkunden – am besten natürlich per Pferdes. 

Brigitte kommt uns mit einer weißen Familienkutsche entgegen. Wir reden kurz, sie scheint sehr nett, bevor sie uns zu ihrer Farm lotst. Die Schotterstraße führt uns 12 km rein in die Wildnis, weg vom Highway. Andere Farmen liegen verstreut auf dem Weg, doch der nachbarschaftliche Abstand scheint jeweils einige Kilometer zu betragen. Elliott kommt fast nicht hinterher und ich hab Mühe, das weiße Auto in der riesigen Staubwolke zu erkennen. Wir biegen auf ein traumhaftes Grundstück ab: Weite Wiesen gespickt mit bunten Tupfen aller möglicher Wildblumen, der Weg ist gesäumt von Fichten und im Hintergrund schmiegen sich die Ausläufer der Rockies als natürliche Grenzen an das Grundstück. Wie schön. Paradies. Pure Natur, kein Straßenlärm, keine anderen Menschen. Als wir am Haus ankommen, zeigt sich uns eher eine kleine Miniatur-Westernstadt. Fast ein Dutzend kleiner Hütten, Schuppen und Cabins versammelt sich auf der Wiese um einen kleinen Teich und im Mittelpunkt ist ein waschechter Saloon – wie man ihn aus einem Western kennt. Das Haus von Brigitte und ihrem Ehemann Al ist etwas separiert, mit eigenem Zaun und Garten. Daneben stehen Pferde, Lamas und Alpakas auf der Weide. Fünf Esel und ein kleines Shetlandpony grasen vor dem Saloon, der sich als Wohnzimmer und Küche für die Workawayer rausstellt und auch meine Herberge – einen winzigen Raum mit zwei Doppelstockbetten – einschließt. 

Wir sitzen im Garten, trinken Kaffee und quatschen. Es ist angenehm, mal wieder auf Deutsch zu reden, auch wenn ich nicht davon ausgegangen bin, dass wir das hier großartig tun werden. Ich wusste zwar, dass Brigitte Deutsche ist, bin aber aufgrund seines Namens davon ausgegangen, dass Al Kanadier sei. Naja, wohl nicht richtig zuvor gelesen. Mit mir zusammen leben und arbeiten zwei slowenische Traveller, die ich jedoch in der Zeit unseres Kaffeeklatsches nicht sehe. Sie werden aber auch nicht dazugebeten. Wir kriegen eine Führung über die Farm und Chrissi wird eingeladen, über Nacht zu bleiben, damit er die 300 km nach Sundre, wo er noch eine Woche Bäume ausgraben wird, nicht am selben Tag zurückfahren muss. Wir treffen Sandra und Andrej, die beiden Slowenier und verstehen uns auf Anhieb gut. Unsere Hosts ziehen sich schnell zurück und wir verbringen den Abend zu viert erzählend und Geschichten austauschend. Die beiden haben schon 13 Workaways gemacht und wahnsinnig spannende Geschichten über fast jede Provinz und beinah jedes Territory parat. Allerdings macht sich schon an diesem ersten Abend der Eindruck breit, dass sich die beiden bei Al und Brigitte nicht allzu wohl fühlen. 

Als ich Chrissi am nächsten Tag verabschiede, habe ich ein etwas flaues Gefühl. Aber die Vorfreude über meine Hauptaufgabe, für die ich auch durchaus explizit eingeladen worden bin, überwiegt – noch. Trail Riding in den Rocky Mountains, was kann es Schöneres geben? Mir fällt spontan nicht viel ein, auch wenn ich zugleich Respekt vor der Aufgabe habe, Pferde zu trainieren. Schließlich sind meine Skills nach über zehn Jahren mehr als eingestaubt. Aber das ist nichts, was sich nicht mit ein paar Übungsstunden auf dem Reitplatz wieder „entstauben“ lassen würde. Die nächsten Tage machen wir aber erstmal nichts, denn es ist Wochenende und am Wochenende wird nicht gearbeitet. Da ich reiten nicht als Arbeit verstehe, sondern gerade an diesem Ort als etwas, für das andere Menschen viel Geld zahlen würden, bin ich zu erst etwas enttäuscht. Als es dann aber wie aus Kübeln zu schütten beginnt, bin ich doch ganz froh, über die verordnete „Zwangspause“. Der Regen hört auch in den nächsten Tagen nicht auf und so verbringen wir das gesamte Wochenende zu dritt im Saloon und schauen mindestens ein dutzend Filme auf Videokassette (ja, wirklich – die stehen zu hunderten auf den Regalen). So schnell dürfte uns also nicht langweilig werden. Sollte es auch nicht, denn zu Beginn der Woche wechselt sich der Regen mit Sturm ab. Wir sollen trotz orkanartiger Böen arbeiten, aber wir sind eigentlich ganz froh über die Ablenkung nach dem VHS-Binge-Watch-Wochenende. Über die Sinnhaftigkeit der Arbeiten lässt sich jedoch streiten – oder weshalb sollte man bei Sturm Unkrautjäten oder Bäume einpflanzen? Es dauert nicht lang, und mit der nächsten Böe liegt die Schubkarre voller Unkraut über dem sauber geharkten Beet. Die kleinen Bäume müssen mit mehreren Seilen festgespannt werden, damit der Wind sie nicht aus dem Boden reißt. Klar, man könnte auch die zwei Tage abwarten, bis der Sturm abflauen soll, aber naja. Wir schütteln den Kopf über die Arbeiten, machen sie aber natürlich dennoch. Schließlich sind wir ja auch da, um zu helfen. 

Wir arbeiten 5 Stunden jeden Tag, was auch das Maximum bei einer Arbeit gegen Kost und Logie sein sollte. Diese beiden Sachen – also unsere Bezahlung sozusagen – lassen aber zu wünschen übrig. Die Cabins und die Küche sind verdreckt und es gibt nicht nur sehr billiges Essen wie Unmengen an Toast, sondern auch sehr wenig davon. Von dem vielbeschworenen und auch oft erlebten Gemeinschaftsgefühl auf Farmstays verspüren wir wenig. Zwar verbringen Sandra, Andrej und ich jede freie Minute zusammen, die Hosts sehen wir jedoch immer nur für wenige Augenblicke am Tag. Ist die Arbeit getan, sind wir unter uns. Sicherlich spielt auch Covid eine verständliche Rolle, jedoch macht sich bei uns allen nach ein paar Tagen das Gefühl breit, dass wir hier nicht so wirklich gewollt sind. Uns ist oft langweilig und wir verbringen jeden Abend vor dem Fernseher. Alternativ gibt es aber auch nicht viel zu tun. Ich frage mich, ob ich es wieder überlesen habe, oder ob sie es nicht auf ihrem Workaway-Profil geschrieben haben – jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass die Farm so Off-Grid ist. Immerhin haben sie seit vier Jahren Strom und zumindest im Haupthaus und im Duschhäuschen gibt es fließend Wasser. In unsere Küche müssen wir die 30 Liter Kanister jedoch selbst schleppen, als Toiletten gibt es nur zwei ziemlich stinkende Plumpsklos. Das stört allerdings nicht so sehr, wie das nicht vorhandene Internet – denn eigentlich wollte ich in meiner freien Zeit ein wenig für meinen deutschen Job arbeiten. Daraus wird aber nichts und so macht sich neben der Langeweile auch zunehmend ein wenig Unmut breit. Wir haben das Gefühl, dass wir ausschließlich nur zum arbeiten da sind. Auch der Umgangston ist eher harsch. Mit mir wird ausschließlich Deutsch geredet, mit den anderen beiden Englisch. Nach knapp einer Woche überlege ich das erste Mal, ob ich hier wirklich bleiben möchte. Zwar mag ich die Slowenen gerne, aber die Arbeit ist eintönig und die Pferde habe ich bis jetzt nur von Weitem auf der Koppel gesehen und außerdem verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass wir hier nicht gewollt sind. Bei unseren wenigen Gesprächen gibt Brigitte seltsame Äußerungen ab und meine Lust, mich mit ihr zu unterhalten, sinkt nach der Aussage und der scheinbar allseits beliebten Verschwörungstheorie, Bill Gates hätte Corona auf die Welt gebracht, um noch reicher zu werden, auf den Tiefpunkt. Auf der anderen Seite habe ich aber auch nette Gespräche mit ihr. Und auch das Grundstück entfaltet, als sich schließlich endlich das Wetter bessert, seinen Zauber: Umgrenzt von Wildblumenwiesen, die Rockies vor der Nase und umhüllt von einer nur durch Vogelgezwitscher oder Hundebellen unterbrochenen Ruhe, ist es wirklich ein kleines Paradies. Wir erkunden die Ranch, finden einen alten Schulbus, der an Into the Wild erinnert und sitzen in einem Tippi ohne Dach. Ein kleiner Bach schlängelt sich durch das Grundstück, an den ich mit dem Shetlandpony Teddy spazieren gehe. Und auch wenn wir uns wünschen würden, dass sich unsere Hosts mehr für uns interessieren, beschließen wir drei, das Beste aus den verbleibenden zwei Wochen zu machen – trotz der nicht besten Vibes und zum Teil wirklich ekligen Arbeiten wie Müllsortieren oder eine neue/alte Grube für das Plumpsklo zu graben, während es die ganze Zeit durchdringend nach Scheiße riecht. 

Christie, die zahme Waschbärdame auf der Farm konnte man sogar streicheln. War aber auch ein ziemliches Biest.

Doch aus unseren guten Vorsätzen wird nichts. Am nächsten Samstag kommen Brigitte und Al zum Saloon, um mit den beiden Slowenen zu reden. Auf die Frage, ob es denn ein Privatgespräch sei oder ich auch dabei sein soll, wird mir gesagt, dass es generell um den Aufenthalt auf der Farm geht. Also bleibe ich – was sich ziemlich schnell als äußerst unangenehm rausstellt. Sandra und Andrej wird gesagt, dass ihr Farmaufenthalt nicht verlängert wird. Weder sie noch ich verstehen das im ersten Moment, denn wir wollten so oder so ja maximal drei Wochen bleiben. Auf Nachfrage stellt sich dann aber schnell heraus, dass unsere Hosts kurzen Prozess machen wollen und die beiden rausschmeißen –  noch am selben Tag sollen sie die Farm verlassen. Die Begründung? Absolut fadenscheiniger Bullshit, der mich sauer macht und Sandra die Tränen in die Augen treibt. Wir sind geschockt, mit so etwas hat keiner von uns gerechnet. Zu mir wurde nichts gesagt, aber die Botschaft ist deutlich: Zum arbeiten seit ihr gut genug, aber sobald ihr euch nicht so verhaltet, wir wir das wollen, schmeißen wir euch raus. Absolut unverständlich und sauer macht mich die Antwort auf die Frage, ob die beiden wenigstens noch eine Nacht länger bleiben können, um die nächsten Schritte zu planen. Das müsse man sich erst einmal überlegen. Die Hosts wirken herzlos und kalt. Ich weiß nicht, ob ich noch länger bleiben will. Ja, es hat Vorfälle gegeben, durch die ich die Entscheidung zum kleinen Teil nachvollziehen kann. Dennoch rechtfertigt nichts dieses Verhalten.

Nach langem Überlegen suche ich abends das Gespräch mit den beiden Hosts. Zwar bekomme ich mehr als deutlich vermittelt, dass ich ja nicht zu viel ihrer wertvollen Zeit verschwenden soll – doch das kümmert mich nicht, denn ich will schließlich wissen, wie es für mich weitergeht und ob wir überhaupt noch was mit den Pferden machen, wenn sich nach der Abreise der anderen beiden die Prioritäten der Farmarbeit womöglich verschieben. Was ich dann erlebe, sprengt meine wildesten Vorstellungen. Die beiden fühlen sich super durch meine Kritik, die ich sehr wohl an der Art des Rausschmisses der anderen übe, angegriffen. Obwohl ich nur reden wollte, befinde ich mich innerhalb von Minuten in einem Streitgespräch, werde persönlich beschimpft und beleidigt. Ich ziehe die Reißleine, sage, dass ich die Farm ebenfalls verlassen werde. Ich bin geschockt und enttäuscht, wie man sich so in Menschen täuschen kann. Zwar hatte ich relativ schnell ein komisches Gefühl, aber nie hätte ich gedacht, dass ein Gespräch (zwischen immer noch Fremden) so derartig ausarten kann. Doch gerade Al, der mich als dumm und Depp beschimpft, macht mir meine Entscheidung sehr leicht – denn sowas muss ich mir nicht geben. Ich verlasse ihr Grundstück und gehe zurück zum Saloon. Hinter einem Schuppen zünde ich mir eine Zigarette an – und heule. Sowas ist mir noch nie passiert, ich bin verletzt und frage mich zu gleich, was ich falsch gemacht habe. 

Sandra und Andrej schauen mich erwartungsvoll an und wissen Bescheid, als sie mein Gesicht sehen. Da sie – bzw. wir – doch noch einen Aufschub bekommen hatten, packen wir am nächsten Tag unsere Sachen, stopfen sie und uns mit in das kleine Auto hinein – und flüchten von dieser Farm, die uns so gar kein Glück gebracht hat und auf der die Besitzer lieber weiterhin in völliger Isolation leben sollten, statt Fremde zu sich einzuladen – denn mit Gastfreundschaft und der Idee von Workaway hat das rein gar nichts zu tun. 


Vielleicht fragt sich wer, weshalb ich diese unschöne Geschichte so in aller Breite erzähle. Für mich ist das so: Ich möchte offen und ehrlich sein – denn es ist eben nicht alles immer schön auf und am Reisen. Man erlebt nicht immer nur tolle Momente, sieht atemberaubende Landschaften und trifft interessante und herzliche Menschen. Scheitern (wenn man es so nennen mag) gehört auch auf Reisen dazu – vielleicht weil man an sich scheitert oder wie in diesem Fall, einfach einen Griff ins Klo macht und Menschen trifft, von denen man sich im Nachhinein wünscht, man hätte sie nie getroffen. Auf Reisen passieren eben neben all den tollen Erlebnissen auch eher nicht so schöne Dinge – und davon wahrscheinlich nicht mal wenige. Des Pudels Kern ist nur, wie man damit umgeht. Was man mitnimmt, was man annimmt – und was nicht. Erwartungen und Vorstellungen erfüllen sich nicht immer. Um mit Rückschlägen umzugehen, braucht es eine gewisse geistige Flexibilität. Entweder, sich an die gegebenen Umstände anzupassen und das Beste draus zu machen und beim nächsten Mal eventuell die eigenen Erwartungen etwas runterzuschrauben. Oder aber, wie es mir hier passiert ist, die Reißleine zu ziehen, anderen Menschen seine persönlichen Grenzen eindeutig aufzuzeigen und die Situation abzubrechen. Denn auch das ist eine Erfahrung, die man auf Reisen mitnimmt. Und dafür sind wir ja schließlich auf Reisen: Um Erfahrungen zu sammeln und zu lernen.  

Wie wir mit Fichten unser Geld verdienten

In den vergangenen zwei Monaten drehte sich alles um diese wunderbaren immergrünen Nadelbäume. Da wir während der Zeit des Corona-Lockdowns nicht wie gewohnt reisen können, uns aber auch nicht langweilen wollen, beschließen wir Anfang Mai uns einen Job zu suchen. Uns schwebt ein Farming-Job vor, bei dem wir zum einen immer draußen an der frischen Luft und der Sonne sind sowie zum anderen nicht zu viel unter Leuten sein müssen, da wir das Virus wirklich ungern verbreiten wollen. Also gesagt getan. Sophie hat eine ganze Menge Angebote im Netz rausgesucht – alle in der Nähe des Okanagan Valley, wo wir ja bereits schon unsere Quarantäne-Zeit verbracht hatten und wo gefühlt immer die Sonne scheint. Üblicherweise erledigen solche Jobs hier Saisonarbeiter aus Mexiko, welche jedoch wegen des weltweiten Lockdowns nicht einreisen dürfen. Quasi wie in Deutschland mit den polnischen Arbeitern und der Spargelernte.

Ehrgeizig wie wir nun mal sind, bewerben wir uns auf die besten Jobs – online oder per E-Mail. Irgendwie hatte ich aber mal gehört, dass es in Kanada einfacher wäre einen Job zu finden, wenn man einfach mal vor Ort anruft, um sich vorzustellen. Also beschließe ich für ein vielversprechendes Angebot in Alberta mal den Hörer in die Hand zu nehmen. Wir vereinbaren ein gemeinsames Skype-Gespräch. Nach einem netten Gespräch zu dritt vor den Bildschirmen ist klar – wir kriegen den Job. Doch sollen wir ihn auch wirklich annehmen?

Ich habe ein mulmiges Gefühl. Noch wenige Tage zuvor hatte Sophie beschlossen nach Hause zu fliegen. Nur weil ihr Flieger gecancelt wurde und die Alternative ein 36 h Flug mit mehreren langen Aufenthalten auf diversen Flughäfen gewesen wäre, ist sie nun doch bereit länger zu bleiben. Und unsere künftige Arbeit soll darin bestehen junge Fichten von vier bis fünf Jahren im Wald zu suchen, diese auszugraben, einzutüten und auf einen Hänger zu laden. Insgesamt würden wir in diesen zwei Monaten fünf- bis sechstausend Bäume ausgraben und für jeden Baum würden wir 3 Dollar bekommen, zudem würde vor Ort eine Unterkunft für uns bezahlt, heißt es vom anderen Ende der Leitung. Sophie freut sich darauf mal ordentlich Kohle in Kanada zu verdienen. Zusammen 18.000 Dollar in zwei Monaten – so viel Geld hatte sie in Deutschland noch nie verdient und sie will den Job unbedingt. Doch hat sie schon jemals im Leben einen Baum ausgegraben? Hat sie eine Ahnung wie anstrengend der Job sein würde? Würden wir wirklich so viel verdienen oder will er uns mit der Aussage nur locken? Mit diesen Gedanken im Hinterkopf fahre ich uns drei nach Alberta, denn ja – auch ich will den Job.

Angekommen in Alberta erschrecken wir doch sehr wie anders das Klima hier noch ist, denn in unseren ersten Arbeitstagen werden wir mit einem Wechsel zwischen tosendem Wind und eisigem Schneehagel begrüßt. Gefühlt sind wir nicht 400 km in den Nordosten gereist, sondern 6 Wochen in die Vergangenheit. So haben wir uns die Arbeit im freien wahrlich nicht vorgestellt! Zudem gibt es eine wesentliche Änderung zu der Absprache am Telefon, denn außer uns wurde noch eine dritte Person eingestellt, die fleißig Bäume ernten soll. Deshalb werden wir wohl nicht ganz so viel verdienen können, wie ursprünglich gehofft, aber in diesen schweren Zeiten, in denen Tausende von Menschen ihre Jobs verlieren, ist es durchaus verständlich, noch einen weiteren Arbeitsuchenden einzustellen. Eigentlich schön denken wir uns, so haben wir wenigstens noch etwas Gesellschaft und können weiter an unseren Englischkenntnissen feilen. Wir hatten ja anfangs keine Ahnung wie sich unser Verhältnis zu Maclean noch entwickeln würde.

Untergebracht sind wir in einem Motel in Sundre, in dessen Umgebung wir die Bäume ausgraben sollen. Das Motel ist allerdings bei weitem keine Luxusunterkunft. Ein großes Leuchtschild an der Straße bewirbt das Motel mit „COLOR TV“ und lässt damit bereits von weitem vermuten, wie lange der Schuppen schon nicht mehr modernisiert wurde. Im Kühlschrank finden wir noch einen alten Käse unseres Vorgängers – lecker und schön, dass sie den für uns drin gelassen haben. Der Teppichboden wird nicht gesaugt, sondern stattdessen gekehrt und das sieht man ihm auch an. Die Turbo-Herdplatten lassen den ganzen Raum herrlich nach Fritteuse riechen, sobald man sie benutzt und die fette Röhre mitten im Raum schalten wir so gut wie nie an, da im kanadischen Fernsehen ungefähr doppelt soviel Werbung läuft wie im deutschen.

Sophie ist so sauer über die Unterkunft, dass sie am liebsten gleich wieder in den Van ziehen will. Aber da gibt’s dann halt wieder keine Dusche, kein Klo und kein Internet. Also müssen wir uns damit abfinden und so schruppt Sophie in unserer ersten Nacht noch bis halb zwei die Bude und richtet sie liebevoll mit Utensilien aus dem Van ein, sodass wir uns etwas wohler fühlen können. Danke dafür liebste Sophie!

Die Orte an denen wir die Bäume suchen sollen, sind verschiedene private Grundstücke – alle sind dutzende Hektar groß und haben irgendwo einen schönen Zugang zum Fluss. Es sind teilweise wirklich beeindruckend schöne Orte mit bezaubernden Lichtungen, riesigen Bieberdämmen, dekadenten Campingplätzen und hier und da ist auch mal eine kleine Holzhütte im Wald oder direkt am Fluss zu finden. Während wir schweißgebadet unsere Mittagspause machen, träumen wir von einem kleinen Festival auf einem der Grundstücke mit all unseren Freunden und Musik bis weit nach dem Morgengrauen. Das Tanzen fehlt uns. Unsere Freunde auch.

Doch jetzt sind wir hier zusammen mit Maclean, graben Bäume aus und wie erwartet übersteigen die Anstrengungen Sophies kühnste Vorstellungen. Die Schmerzen im Rücken und in den Händen machen uns beide zwischenzeitlich echt fertig. Außerdem schaffen wir es kaum mehr für unsere deutschen Jobs weiter zu arbeiten, da wir jeden Tag so ausgelaugt sind, dass wir es gerade mal noch schaffen, Abendbrot zu bereiten und direkt danach in den Schlaf fallen. Haben wir mal einen Tag frei, schlafe ich bis Mittags und bleibe danach einfach im Bett liegen, weil mir alles so weh tut, dass ich mich nicht bewegen möchte. Sophie geht es besser, denn wir haben einen tollen Weg gefunden, wie wir diesen Job gut als Team bewältigen können. Ich grabe einfach alle Bäume aus und Sophie packt sie ein, lädt sie aufs Quad und düngt sie am Ende. Eigentlich ein guter Deal für mich, muss ich doch viel weniger machen. Doch bei den immer gleichen Bewegungen habe ich einen meiner Muskeln im Rücken so überstrapaziert, dass zwischenzeitlich gar nichts mehr geht. Der Schmerz strahlt bis in die Brust. Zum Glück bekommen wir ein paar Tage frei, sodass ich mich erholen kann.

Und wie ist nun die Beziehung zu unserem Kollegen Maclean? Am Anfang verstehen wir uns sehr gut, er ist immer sehr freundlich und wir quatschen regelmäßig über dies und das. Am ersten Tag laden wir ihn auf ein Bier ein und wir verbringen einen recht geselligen Abend. Später erfahren wir, dass er das Bier nur aus Höflichkeit angenommen hat und sein letztes schon mehrere Jahre zurückliegt. Die kleinen Freuden des Lebens scheint er auch sonst nicht besonders zu genießen, so mag er beispielsweise keinen Kaffee, keine Schokolade, keine Pizza, kein Cannabis und als wir ihn zu seinem Geburtstag mit einer Cookie-Dough-Eistorte der teuersten Art überraschen, schlägt er auch diese aus. Wir verspeisen die Torte später also alleine… Was ist passiert, dass er nicht einmal mehr höflich genug war, um ein Stück Eistorte zum Geburtstag anzunehmen? (Ich mein, wer mag schon kein Eis? Und wer mag keine Torten? Und wer zur Hölle mag die Mischung aus beiden nicht???) Ganz ehrlich – wir wissen es nicht genau. Die Chemie stimmt wohl einfach nicht. Manchmal macht er uns auch ein wenig Angst, beispielsweise als wir ihn wutentbrannt im Wald schreien und fluchen hören. Wir wundern uns worauf er so sauer ist – schließlich ist er ganz allein im Wald. Als ich ihn darauf anspreche, erklärt er mir, dass es ihn aufrege, dass die American Natives mehr Transparenz in der Außenpolitik Kanadas fordern. Was ein komischer Typ, dass er deshalb wütend durch den Wald schreit. Vielleicht ist er aber auch nur sauer, weil er wegen Corona seinen Job als Schwimmtrainer verloren hat und jetzt stattdessen scheiß Fichten im Wald ausgraben muss… Je länger wir dort arbeiten, desto mehr Abstand versuchen wir zu Maclean zu halten.

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Und stimmt die Kohle nun? Ich würde sagen am Ende ist der Deal nicht allzu schlecht. Zwischenzeitlich bekommt jeder von uns um die 1000 Dollar pro Woche und am Ende haben wir zusammen um die 3700 Bäume ausgegraben. Doch die Menge an Bäumen wird zum Ende der Saison immer weniger, sodass es sich irgendwie nicht mehr so richtig lohnt und Sophie beschließt zu kündigen, um sich auf ihr nächstes Workaway zu begeben. Ich bleibe noch da, kann aber wegen Schlechtwetter auch nur noch einen Tag länger Bäume pflücken. Den Rest der Zeit verbringe ich mehr oder weniger im 5-Sterne-Wohlfühlmotel und plane meinen nächsten Trip in die Berge. Ganz am Ende der Saison sind wir wohl alle drei glücklich, dass der Job vorbei ist und dass wir so etwas nie wieder im Leben machen müssen. Meine letzte Amtshandlung im Motel ist es – und das ist nämlich das einzig Gute an der Unterkunft – ein heißes Bad zu nehmen und nochmal so richtig zu entspannen, denn das wird mir wohl künftig schnell wieder fehlen.

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